Fachärztin für Gynäkologie, Geburtshilfe und Zytologie
ansicht-praxis-2

Humane Papillimo-Viren (HPV)

Von den mehr als 100 bekannten Genotypen der HPV-Familie können über 30 Typen zu Infektionen im Genitalbereich führen.

In Vorstadien des Zervixkarzinoms (CIN 1-3; cervical intraepithelial neoplasia) finden sich häufig die High-Risk-Typen 16, 18, 31, 33 und 35.

Bei 99,7 % aller invasiven Zervixkarzinome aus 22 Ländern konnte HPV-DNA nachgewiesen werden.

Bei einer Studie in Deutschland fanden Klug et al. bei 90 bzw. 88,2 bzw. 94,7 % der Frauen mit CIN 2 und 3 bzw. CIS (=Carcinoma in situ) karzinogene Typen. Mit Abstand am häufigsten wurde hier HPV 16 gefunden.

Das Ergebnis des Cobas-Testverfahren setzt sich zusammen aus 12 High-Risk-Typen und einzeln aufgeführt die Typen 16 und 18.

Dadurch erhalten Sie die Information, ob es sich um die risikobehafteten Typen 16 oder 18 handelt, oder um einen der High-Risk-Typen aus dem 12er Sondengemisch.

Eine Studie von Liebrich et al., Eur J Gynaecol Oncol30, 2009 besagt, "...es gibt praktisch keine HPV-negativen Zervixkarzinome"

95 % der Frauen, die ein Zervixkarzinom entwickeln, sind älter als 30 Jahre.

Die HPV-Impfstoffe geben Adoleszenten vor der Kohabitarche einen Schutz vor einer Infektion mit den karzinogenen Typen 16 und 18.

Eine HPV-Testung ist vor der Durchführung einer Impfung nicht notwendig.

Die HPV-Testung ist sowohl bei zytologischen Auffälligkeiten (Pap III,Pap IIID ), als auch im Zustand nach Therapie an der Zervix (Konisation) eine Kassenleistung.

Der Schweregrad der zytologischen Auffälligkeit spielt dabei keine Rolle.